Solarmodule

Solarmodule, oft auch PV oder Photovoltaikmodule genannt, wandeln Sonnenlicht in elektrischen Strom um. Die häufigste Verwendung ist die Solaranlage auf dem heimischen Dach oder auf Lager- und Fabrikhallen um netzunabhängig zu sein. Sie werden jedoch auch zur Versorgung von Raumfahrzeugen, wie Satelliten oder der ISS, mit elektrischer Energie verwendet. Die Hauptbestandteile eines Solarmoduls sind Glas, mono- oder polykristalline Solarzellen und Kunststoffverbundfolie.

Bis zu 700 Wattstunden pro Tag

Die von Herstellern oft angegebenen Nenn- oder Spitzenleistungen können in der Praxis nicht erreicht werden, da sie unter perfekten Laborbedingungen erzielt wurden. Der für Deutschland errechnete Ertrag eines 100 Watt Moduls liegt je nach Jahreszeit zwischen 50 und 700 Wattstunden pro Tag. Vor allem in Süddeutschland kann diese Leistung aber durchaus höher liegen. Der überschüssige Strom, den die Module oder Anlagen erzeugen, wird in das öffentliche Netz eingespeist und wird dem Besitzer der Anlage vergütet, was bei der Amortisation der Anlage hilft.

Die Qualität der Module hat sich in den vergangenen Jahren beträchtlich gesteigert. Eine heutige Solaranlage kann ohne weiteres mehr als 25 Jahre betrieben werden ohne dabei einen nennenswerten Leistungsverlust zu verzeichnen. Aus diesem Grund wächst auch der Markt für Solarmodule respektive PV-Anlagen seit Jahren stetig. In 2010 konnte erneut ein Rekordzuwachs verzeichnet werden.
Die Spitzenreiter unter den deutschen Bundesländern sind in aufsteigender Reihenfolge: Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern.

Die schnelle Entwicklung dieser Technik hat auch den Bau von immer mehr Solarkraftwerken zur Folge. Das Größte dieser Art in Deutschland ist der Solarpark Lieberose in Brandenburg, mit einer Leistung von 53 Megawatt peak. Zum Vergleich, das größte Photovoltaikkraftwerk der Welt in Amareleja in Portugal leistet 46 MWp.

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